Chihuahua

Charaktereigenschaften und Wssenswertes über den Chihuahua
Der Chihuahua... vielen Menschen ist er eher bekannt, als der kleinste Hund der Welt, haftet oft ein falsches Image an. Verschrien als kläffender, nervöser und über allen Maßen verwöhnter kleiner Schoßhund, das sind die häufigsten Vorurteile, die man zu hören bekommt. Und dabei steckt doch so viel mehr in ihm.
Für die meisten Menschen heißt es nicht umsonst, einmal Chihuahua, immer Chihuahua. Denn wer einmal sein Herz in den riesigen Knopfaugen dieser frechen Kobolde verloren hat, wird den "Chihuahua-Virus" sein ganzes Leben nicht mehr los. Und nur ganz selten bleibt es bei einem allein.

Hier einmal ein eindrucksvoller Größenvergleich zwischen dem größten Hund der Welt dem
IrischemWolfshund
mit einer Schulterhöhe von sage und schreibe 85 cm und dem kleinsten Hund der Welt,
dem Chihuahua mit einer Schulterhöhe von ca. 20 cm.

Kein Wunder, bei diesen unglaublichen Charaktereigenschaften, die in der Hundewelt ihres gleichen suchen. Mit Leichtigkeit entlocken sie damit sogar den eingefleischtesten Hundegegnern ein Schmunzeln ab.
Und dabei zählt im Leben eines Chihuahuas doch nur eine Person, und zwar sein Frauchen, bzw. Herrchen. Diese vergöttert er gerade zu. Sie stellen für ihn den Mittelpunkt seines Universums dar und nichts und niemand darf diese Liebe jemals in Frage stellen. Denn sonst kann aus so einem winzigen Herzensbrecher ganz schnell ein wütender Tyrann werden, der sich vor rein gar nichts zu fürchten scheint. Für seinen Bezugsmenschen würde dieser Hund ohne zu zögern durch Feuer gehen.
Nicht ohne Grund galten die Chihuahuas bei den Inkas als heilige Tiere, deren besondere Aufgabe darin bestand, die Seele ihres verstorbenen Besitzers, sicher über die neun reißenden Flüsse, hinüber ins nächste Leben zu geleiten. Mit Sicherheit keine leichte Aufgabe; für die außergewöhnliche Charaktereigenschaften, wie unbestechliche Treue und löwenhafter Mut von Nöten waren, über die nur ein Chihuahua in dieser Form verfügte.

Und darüber hinaus verblüffen sie uns auch noch mit ihrer unglaublichen Intelligenz. Kaum ein anderer Hund vermag die Schwächen seines Besitzers so gekonnt auszunutzen, wie der Chihuahua. In kürzester Zeit haben sie herausgefunden, das Frauchen oder Herrchen sich vor Sorge überschlagen, wenn man ganz plötzlich den Vorderlauf hebt und leidend weiter humpelt. Wie schnell wird man dann in den Arm genommen und erst einmal ausgiebig getröstet. Und mit Sicherheit fällt dabei auch noch ein Extraleckerli ab.
Besonders gerne wird diese Taktik eingesetzt, wenn es ihnen an der sonst so üblichen Aufmerksamkeit mangelt und sein Bezugsmensch sich mit etwas anderem beschäftigt, als mit ihm.


Genauso kann ihr Verhalten aber auch ins Gegenteil umschlagen, besonders dann, wenn Frauchen oder Herrchen böse auf ihn war und es vielleicht sogar Schimpfe gab. Ich habe noch bei keiner anderen Hunderasse ein vergleichbares Verhalten erlebt. In so einem Fall können sie gerade zu tödlich beleidigt sein. Kommentarlos wird sich da plötzlich umgedreht und der kleine Racker verschwindet tiefgekränkt in seiner Ecke. Bei besonders sturen Exemplaren kann sich so etwas über Stunden hinziehen.
Aber trotz dieses Verhaltens darf man sich auf keinen Fall dazu verleiten lassen, die Erziehung schleifen zu lassen. Auch der allerkleinste Hund muss wissen wo seine Grenzen sind, anderenfalls wird er seinen Menschen in kürzester Zeit auf der Nase herumtanzen, was natürlich ganz schnell zum Ärgernis werden kann. Besonders wenn der Hund z. B. beim Spazieren gehen, alles und jeden lauthals verbellt. Besonders gerne sind große Hunde das Zielobjekt. Meist wird dieses Verhalten irrtümlich mit unglaublichen Mut verwechselt. Dabei handelt es sich in Wahrheit nur um große Unsicherheit. Meist fehlt es diesen Hunden einfach nur an Kontakt und Erfahrung mit größeren Hunden. Um diesem Verhalten entgegen zu wirken, sollte man daher ruhig öfters den Kontakt zu größeren Hunden suchen, bzw. zulassen. Aber natürlich nur, wenn beide angeleint sind, damit man gegebenenfalls eingreifen kann. Genauso sollte sich ein Chihuahua aber auch in einem Restaurant zu benehmen wissen und nicht laut winselnd am Tisch nach Futter betteln. Um diese Unart gar nicht erst aufkommen zu lassen, sollte man daher von vornherein niemals etwas vom Tisch füttern (was ohnehin nicht gesund für einen Hund ist).

Im allgemeinen wird behauptet, das der Chihuahua sich nicht für Familien mit Kindern eignet, was jedoch nicht den Tatsachen entspricht. Selbstverständlich muss jeder Hund, ganz gleich welcher Rasse, den Umgang mit Kindern erst einmal lernen. Eine unumstrittene Tatsache ist allerdings, das die meisten Chihuahuazüchter, mich eingeschlossen, Kinder haben und die Hunde ihre absoluten Lieblinge sind.
Ein kinderfreundlicher Hund darf einfach niemals bedeuten, das er sich stillschweigend gefallen lassen muss, wenn man ihm am Schwanz zieht oder auf andere Weise quält. Denn dann stimmt die Einstellung zum Hund von Grund auf nicht.


Bevor Sie sich nun eventuell einen Chihuahua in Ihr Leben holen möchten, bedenken Sie noch einmal in Ruhe, daß ein gesunder Chihuahua durchaus 16-18 Jahre alt werden kann. Eine lange Zeit, die Ihnen bewusst machen sollte, wie wichtig die richtige Züchterwahl ist. Kaufen Sie nicht gleich den erstbesten Welpen, der Ihnen angeboten wird, sondern gehen Sie mit Bedacht an den Welpenkauf heran.
Überprüfen Sie genau unter welchen Umständen Ihr zukünftiger Hund aufgewachsen ist, denn die ersten Wochen im Leben eines Hundewelpen prägen ihn für sein ganzes Leben. Ein gut sozialisierter Welpe hat keine übertriebene Angst und macht einen neugierigen und interessierten Eindruck, indem er von sich aus den Kontakt zum Menschen sucht. Ein seriöser Züchter der sich mit ganzem Herzen der Chihuahuazucht verschrieben hat, wird all ihre Fragen gerne beantworten und Ihnen mit Stolz all seine Tiere zeigen.

An dieser Stelle muss natürlich auch auf die gesundheitlichen Schwachstellen dieser Rasse hingewiesen werden. Denn leider ist auch der ansonsten doch so robuste Chihuahua nicht ganz frei von möglichen Erbschäden.


Einer der typischsten Rassemerkmalen die der Chihuahuas besitzt, ist sicherlich der apfelförmige Kopf. Während man früher eher auf eine recht kurze Schnauze hinzüchtete und die Gesundheit der Hunde mehr und mehr darunter litt, hat sich inzwischen glücklicher Weise das Zuchtziel grundlegend verändert. Heute wird wieder mehr Wert auf ein gerades, vollzahniges Gebiss und freie Atmung geachtet, was die Schnauze des Chihuahuas mit der Zeit wieder auf eine gesunde Länge heranwachsen ließ und was vom offiziellen Rassestandard mittlerweile sogar verlangt wird.

Die Größe eines Chihuahuas bewegt sich für gewöhnlich zwischen 18 bis 23 cm, obwohl es keine genauen Größenvorgaben gibt. Lediglich das Gewicht ist festgelegt. Es bewegt sich zwischen 1000g und 3000g. Zwar gibt es immer wieder Meldungen von Hunden, die ausgewachsenen weniger als 1000g wiegen, doch sei jedem dringend davon abgeraten, sich für so ein Tier zu entscheiden. Die Lebenserwartung eines solchen Winzlings ist erschreckend gering und die kurze Zeit die Ihnen verbleibt verbringen sie meist beim Tierarzt, denn die inneren Organe dieser Hündchen sind für gewöhnlich stark verkümmert. Inzwischen verbietet sogar das Tierschutzgesetz aus gutem Grund die Zucht mit Hunden, die weniger als 2000g auf die Waage bringen.


Unter dem Menüpunkt Rund ums Thema Ausstellung, finden Sie mehr Informationen zum Rassestandard des Chihuahuas.

Was die Fellfarben anbelangt, gibt es keine andere Rasse, in so viele unterschiedlichen Farben und Schattierungen, wie sie beim Chihuahua vorkommen. Von einfarbig, gefleckt, dreifarbig bis gestromt ist alles möglich.
Sogar bei der Felllänge hat man die Wahl zwischen der langhaarigen oder einer kurzhaarigen Variante.
Was die Pflege und Fütterung beim Chihuahua anbelangt, ist diese aufgrund ihrer geringen Größe natürlich nicht allzu zeitaufwendig, bzw. kostenintensiv. Während der kurzhaarige Vertreter kaum bis gar keine Fellpflege bedarf, benötigt der langhaarige Vertreter einer regelmäßigen Durchbürstung seines Felles, damit es nicht verfilzt.

Die Krallen beim Chihuahua müssen in regelmäßigen Abständen gestutzt werden, da sie sich aufgrund ihrer rassetypischen gebogenen Form und des geringen Gewichtes des Hundes sich meist nicht von alleine ablaufen. Wenn Ihnen ihr Züchter nicht bereits erklärt haben sollte wie man sie korrekt kürzt, können Sie sich hierbei auch von einem Tierarzt helfen lassen.


Leider neigen besonders die kleinen Hunde zu vermehrten Ansatz von Zahnstein. Ein Grund mehr auf eine gesunde und vor allem zuckerfreie Ernährung zu achten. Inzwischen bietet der Fachhandel eine Vielzahl von Produkten rund um die Zahngesunderhaltung Ihres Hundes an. Man kann seinem Hund auch von klein an daran gewöhnen sich regelmäßig die Zähne putzen zu lassen. Darüber hinaus reinigen Kauartikel wie z. B. getrocknete Schweineohren usw. durch die Kaubewegung auf natürliche Weise die Zähne Ihres Hundes.

Alles in allem erhalten Sie beim Kauf eines Chihuahuas einen Freund fürs Leben, der Ihnen nie mehr von der Seite weichen wird; in guten wie ich schlechten Zeiten.
Und gerade bei unserer heutigen oft beengten Lebensumständen, was Raum und Zeit betrifft, scheint der Chihuahua der ideale Wegbegleiter für jeden Hundeliebhaber zu sein, der vielleicht nicht über ein Haus mit Garten verfügt. Denn Platz bietet auch die kleinste Wohnung. Was allerdings niemals bedeuten darf, das man ihn dort zeitlebens eingesperrt hält und ihn den Auslauf nach draußen verwehrt, indem man ihn zwingt die Katzentoilette zu benutzen. Das ist nichts anderes als Tierquälerei. Ein Hund bleibt immer ein Hund, ob nun groß oder klein! Sie alle haben die selben Bedürfnissen wie Schnüffeln, Laufen und Kontakt zu Artgenossen aufnehmen, wie alle Hunde.


Glücklicher Weise sprechen sich inzwischen sogar immer mehr Richter für die Haltung dieser winzigen Hunde in Mietwohnungen aus, trotz absoluten Hundehaltungsverbotes des Vermieters. Sie begründen dies damit, das von einem so kleinen Hund weder nennenswerter Schmutz noch Gefahr zu erwarten sei und damit kein Grund für ein Haltungsverbot vorliegen kann.
Genauso haben inzwischen sogar viele Arbeitgeber nichts dagegen einzuwenden, wenn Frauchen oder Herrchen morgens mit Ihrem Hund zur Arbeit kommen. Ist es doch bereits unumstritten nachgewiesen, daß Tiere am Arbeitsplatz das Betriebsklima positiv beeinflussen und die Arbeitsmoral aller Mitarbeiter stärken. Ein Trend der sich im Interesse aller Hundeliebhaber, hoffentlich weiterhin durchsetzten wird.

 

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